Hier eine kleine - kommentierte - Sammlung dessen, was ich auf der Wanderung für unverzichtbar halte:
KLEIDUNG
Eine Wanderhose (die zweite lag bereits auf dem Rucksack, ist aber dem Prinzip "jedes Gramm zählt" zum Opfer gefallen - eine reicht!).
Zwei Wanderhemden (nie-nie-nie würde ich ein Hemd an zwei Tagen nacheiander anziehen; ist man sich bewusst, dass man es tragen muss, vergisst man solche Prinzipien schnell - Wanderhemden kann man gut waschen und deshalb reichen zwei davon).
Ein Paar Wanderunterwäsche (hier gilt ähnliches wie zu den Hemden).
Drei Paar Wandersocken (zwei hätten gereicht).
Ein Paar Wanderschuhe.
Eine Fleecejacke.
Eine Regenjacke.
Je nach Bedarf Abendbekleidung (bei mir war es eine dünne Hose, drei Polos, Unterwäsche, ein Paar Schuhe, drei Paar Socken).
RUCKSACK
Ich besaß vor dem Start der Wanderung keinen Rucksack. Ich bin daher irgendwann in einen Outdoor-Laden gestapft und habe zunächst einige Exemplare ausprobiert. Da ich mich durchaus als "markenorientiert" bezeichnen kann, kamen für mich No-Name-Produkte weniger in Betracht. Umgekehrt hatte ich nicht wirklich Ahnung davon, was an einem Rucksack wichtig ist. Ich bin also - frei nach Hape Kerkeling in seinem Jakobsweg-Buch - eher nach Kriterien wie Farbe und möglichst viele kleine Reißverschlüsse vorgegangen.
Irgendwann hatte ich "meinen" Rucksack gefunden: knallrot, wunderschön und mit Extrataschen für iPod, Karten, Handy und (man höre und staune) insgesamt sechs integrierten Kleintaschen für Geld, Speicherkarten, kleinen Steinchen, die man unterwegs aufsammelt und Gott weiß wofür noch. Billig war er zudem. Leider kam dann der Verkäufer und wollte wissen, wofür ich das Ding brauche. Er zog dann kräftig an beiden Rückengurten, ich schrie vor Schmerz auf und er wollte wissen, ob ich das zwei Wochen lang spüren wollte. Nachdem ich verneinte, meinte er: "Setz das Spielzeug ab, jetzt machen wir ernst."
Ernst heißt Tatoonka Yukon 50. Was soll ich mehr zu dem Rucksack sagen? Ich denke, das größte Lob, was ich aussprechen kann, ist: ich habe auf der gesamten Tour die rund zwölf Kilo, die ich auf dem Rücken hatte, praktisch nicht gespürt. Richtig gepackt und richtig verschnürt, eng am Körper anliegend hat der Rucksack dazu geführt, dass alles andere, nicht aber das Gepäck eine Last war.
Von daher: wer immer sich überlegt, einen Rucksack für eine solche oder eine ähnliche Tour zuzulegen: lasst Euch gut beraten und gebt im Zweifel lieber mehr Geld aus - es lohnt sich! Und: kauft lieber einen kleinen Rucksack, dann ist die Versuchung des Zu-Viel-Mitnehmens nicht zu groß.
ORIENTIERUNG
Ich habe zunächst den an anderer Stelle dieser Homepage ausführlich besprochenen Reiseführer "Der Goethe-Weg über die Alpen" von Guido Seyerle dabei gehabt. In diesem Reiseführer ist sehr gutes Kartenmaterial abgedruckt. Gleichwohl habe ich mich entschlossen, auf die bewährten "Kompass" Karten zurückzugreifen - nicht zuletzt, weil ich den "Goethe-Weg" abgewandelt habe. Darüber hinaus hat es mir persönlich einfach mehr Sicherheit gegeben, im Zweifel auf sehr verlässliches Kartenmaterial zurückgreifen zu können.
Für den von mir begangenen Weg sind (in numerischer Reihenfolge) die folgenden Karten erforderlich:
Nr. 26 - Karwendelgebirge
Nr. 36 - Innsbruck / Brenner
Nr. 44 - Sterzing
Nr. 54 - Bozen
Nr. 56 - Brixen
Nr. 58 - Sterzing und Umgebung
Nr. 59 - Klausen und Umebung
Für vollkommen überflüssig halte ich technische Spielereien wie GPS oder ähnliches. Wer Spaß daran hat, im Nachhinein exakt auszurechnen, wie viele Meter er zurückgelegt hat oder welche Höhenmeter er bewältigt hat - bitteschön. Für mich war das überflüssig und mit meinem persönlichen Sinn der Tour auch wenig zu vereinbaren.
UNTERHALTUNG
Unterhaltung im hier verstandenen Sinn heißt in meinem Fall: ich hatte einen iPod mit und ein Buch (das ich irgendwann nach dem Auslesen absichtlich irgendwo "vergessen" habe, ich habe mir im nächsten Ort ein weiteres gekauft).
MEDIKAMENTE und KULTURBEUTEL
Das Übliche halt: Zahnbürste, Zahnpasta, kleines Fläschen Shampoo und Duschgel, eine Nagelschere, ein kleines Taschenmesser, Blasenpflaster (wichtig!!!), einige Aspirin, das war es aber auch schon. Alles andere kriegt man bei Bedarf in praktisch jedem Ort, den man durchquert.
FOTO
Die Frage nach der fotografischen Begleitung meiner Tour hat mir bei der Planung viel Kopfzerbrechen bereitet. Ich bin Hobbyfogograf und war als solcher vor die Wahl gestellt: entweder ich nehme eine niedliche kleine und vor allem exakt 156 Gramm leichte Knipskiste mit - oder aber die große, heißgeliebte Spiegelreflex, die aber (jedes Gramm zählt!) knapp zwei Kilogramm wiegt.
Bereits Wochen vor dem Start war klar, dass ich das kurzfristig entscheiden werde, aber eigentlich war ebenso klar, dass die Entscheidung für die Nikon ausfallen würde. Und so geschah es.
Daher:
Nikon D 300 mit Sigma-Objektiv 18-200 (der Kompromiss aus guter Brennweite einerseits und vergleichsweise geringem, hüstel, Gewicht andererseits)
SONSTIGES
Eine Wasserflasche ist selbstverständlich unentbehrlich!!!